Technische Daten

Yamaha YFM 700R

Baujahr: 2015
Motor: 1-Zylinder, 4-Takt, 4 Ventile
Gemischaufbereitung: Benzineinspritzung
Leistung: 53 PS / 38,8 KW
Hubraum: 686 ccm
Kühlung: Flüssigkeitskühlung
Getriebe: 5-Gang-Getriebe mit Rückwärtsgang
Rahmenfarbe: Yamaha Deep Purplish Blue Metalic C (DPBMC)
RH-Lackcode: 564

Der Umbau

Direkt nach dem Kauf im August 2016 ging die Planung los für den Umbau des Serien-Quads in ein straßentaugliches Unikat.

Da der Rahmen ab Werk blau lackiert war und die Kosten für eine Umlackierung das Budget gesprengt hätten, war der Faktor "blau"" ausschlaggebend für die Entscheidung, die Farbkombination des ganzen Fahrzeugs auf blau/schwarz zu ändern. Dazu wurden die Front- und die Hinterverkleidung gegen schwarze Teile getauscht. Kühler- und Tankverkleidung in blau wurden beibehalten, aber zwecks optischer Aufwertung per Wassertransferdruck mit einem Leiterplattenmuster versehen.

Daneben wurde das Fahrzeug tiefergelegt und verbreitert. Die Tieferlegung vorne wurde durch entsprechende Stoßdämpfer und Federn erreicht, hinten durch das Einschweißen eines ca. 5,5 cm langen Stahlblocks in den Link. Durch diese beiden Maßnahmen konnte eine Tieferlegung von ca. 13 cm vorne und 12 cm hinten erreicht werden. Um das Fahrzeug zu verbreitern wurde auf Spurverbreiterungen verzichtet. Statt dessen wurden vorne und hinten breitere Reifen verbaut, sowie die Hinterachse durch eine um 10 cm breitere Achse ersetzt.

Neben den o.g. Änderungen wurden verschiedene weitere Anpassungen umgesetzt. So wurden die Nerfbars getauscht, der Tankdeckel durch einen abschließbaren mit innenliegender Belüftung ersetzt, Frame Guards montiert, der Lenker gegen ein flaches Modell getauscht und die Gassteuerung auf Dualgas umgebaut, eine Öltemperaturanzeige montiert, sowie der schwere und blechern klingende Serienauspuff gegen einen ultraleichten Sportenschalldämpfer mit dumpfen 1-Zylinder-Sound ersetzt. Da die Chromfelgen zu sehr ins Auge stechen, wurden Wheel Discs im BBS Design montiert und schwarz lackiert.

Ein optisches Highlight sind darüber hinaus die beiden LED-Tagfahrlichter in "V"-Form im Frontbumper.

Der komplette Umbau war nach ca. 6 Wochen abgeschlossen und vom TÜV abgenommen.

Für den Winter 2017/2018 ist noch der Austausch des Tachos gegen einen Tacho mit analoger Drehzahlanzeige geplant. Im Auge hierbei habe ich einen Acewell ACE-MA085-X54.

Folgende Komponenten wurden während des Umbaus eingesetzt:

Stoßdämpfer Vorderachse: 350mm Federbeine/Federn, Zug und Druckstufe voll einstellbar
Hinterachse: MX Force Pro Axle +10cm
Felgen: 10x8, 10x15
Reifen: Maxxis Spearz
Wheel Discs: V2A BBS Wheel Discs
Endschalldämpfer: NONE Racing TI-S37
Nerfbars: Artrax Pro SX
Frame Guards: QuadSport Frame Guards, schwarz
Tankdeckel: SPEEDS Alu abschließbar, schwarz
Öltemperaturanzeige: moto-detail Öltemperatur-Direktmesser mit analoger Anzeige
Lenker:
Dualgas-Umbau: Goldspeed Black Daumen-/Drehgas
Griffe: ProGrip, schwarz/blau
Spiegel:
Blinker: Highsider Falcon LED Blinker mit lastunabhängigem Blinkgeber

Sonstiges

Obwohl die mir zugewiesenen normalen zweizeiligen 30x20 cm "Backblech"-Kennzeichen für das Fahrzeug ungeeignet und teilweise gefährlich sind - vorne schleifen sie je nach Montageposition entweder an der Bremse und/oder sind nicht aus den vorgeschriebenen 30 Grad Winkeln lesbar; hinten wird die Anhängerkupplung unbrauchbar oder die Kennzeichen müssten zu weit abgeknickt werden -, ist es mir bislang dennoch nicht gelungen, meine Zulassungsstelle von der Notwendigkeit für verkleinerte zweizeilige Kennzeichen zu überzeugen. Zwar ist seit November 2012 die Begrenzung auf Fahrzeuge bis max. 40 km/h weggefallen, aber leider steht das immer noch in irgendeiner EG-Verordnung von 2009 drin, auf die die Zulassungsstelle verweist. Olé Europa! Zum Glück konnte ich die nette Dame von der Zulassungsstelle wenigstens von Kennzeichen mit nur 3 Zeichen überzeugen, sodass ich Ende Oktober nun Kennzeichen mit einer Größe von 22x20 cm bekommen hab.