Nach langer Überlegung sollte zusätzlich zur DSLR und Kompaktkamera noch eine Action Cam für die "besonderen Momente" her. Darüber hinaus ist inzwischen die Drohnentechnik für Luftaufnahmen soweit fortgeschritten, dass man damit herrliche Filme und Bilder erstellen kann.

GoPro Hero 5 Black

Es traf sich gut, dass just zum Zeitpunkt des Kaufes Q4/2016 zwei interessante Kandidaten auf den Markt kamen. Einerseits die neuen KeyMission 170/360 von Nikon - was natürlich gut zu meiner restlichen Ausrüstung gepasst hätte - und andererseits die GoPro Hero 5 Black. Letzten Endes habe ich mich gegen die Nikons entschieden aus folgenden Gründen:

1) die Hero 5 basiert auf der bereits ausgereifteren Technik ihrer Vorgänger, wohingegen die KeyMission der Neueinstieg von Nikon ins Action Cam Geschäft ist,

2) die Hero 5 bietet Features, die die KeyMissions noch nicht haben, wie z.B. GPS, Bilder im RAW Format und Sprachsteuerung,

3) die KM360 hatte natürlich den Anreiz der 360 Grad Videos, aber leider muss man auch immer beide Objektive nutzen, sodass die Video-Resultate, wenn man die Kamera am Körper trägt, zur Hälfte schwarz sind und man viel Arbeit in das Beschneiden der Videos stecken muss.

DJI Mavic Pro

Nach reichlicher Überlegung sollte für Luftaufnahmen nun noch eine Drohne her. Die Wahl fiel hierbei auf einen Primus dieses Bereichs, DJI. Ende 2016 kam sie auf den Markt, die Mavic Pro, und eins der ersten Modelle hab ich mir einverleibt. Die ersten Flugerfahrungen waren top, allerdings hatte ich nach ca. 10 Flugstunden bereits den ersten Absturz, der auch gleich die Kamera abgerissen hat. Damit war der Sommer 2017 gelaufen, weil sich die Reparatur über fast 2 Monate gezogen hat.

Leider hat auch die Gesetzgebung ihr Übriges dazu beigetragen, dass Privatpersonen die Flüge mit Drohnen immer schwieriger gemacht werden. Nicht falsch verstehen, teilweise ja aus gutem Grund.

So wurde im April 2017 die erste Drohnenverordnung erlassen. Sie regelt (i.d.R. abhängig vom Startgewicht der Drohne) die maximale Flughöhe, Sicherheitsabstände, Kennzeichnungspflicht, Kenntnissnachweispflicht (im Volksmund "Drohnenführerschein"), Haftpflichtversicherung, etc.

Noch komplexer wird es jedoch mit der EU Drohnenverordnung, die am 01.01.2021 in Kraft tritt. Die Verordnung teilt Drohnen zukünftig in Klassen (C) ein. Darüber hinaus gibt es Unterkategorien (A), die z.B. Abstandsregel definieren und mit denen auch ggf. Kenntnissnachweise einhergehen.

Doch was ist mit Bestandsdrohnen wie meiner DJI Mavic Pro? Diese haben aktuell (und ggf. auch zukünftig) keine C-Kennzeichnung und ihnen fehlen weitere vorgeschriebene Features (z.B. Remote-ID), von denen unklar ist, ob sie nachgerüstet werden (können).

 

Solche Drohnen werden durch die Durchführungsverordnung 2019/947 (voraussichtlich) in die Klasse C3 und Unterkategorie A3 eingeordnet. Dies bedeutet, ausschließlich Flüge abseits von Menschen (> 150 m) sind erlaubt und es muss ein Online-Training inkl. Test absolviert werden. Flüge mit sicherem Abstand zu Menschen (A2) oder Flüge über Personen im Freien (A1) sind nun generell verboten, bzw. müssen vom der Behöre spezifisch genehmigt werden.

Möchte man die eigentliche Klasse ermitteln (hätte sie eine Herstellerkennzeichnung), lässt sich dies mit folgenden Werten bewerkstelligen:
- Startgewicht: 734 g
- Höchstgeschwindigkeit: 64,8 km/h (18 m/s) im Sport-Modus
- Bewegungsenergie: 118,91 Joule

Was bedeuten diese Wert für den Piloten?
Das Startgewicht liegt unter 900 g, d.h. rein nach diesem Wert wäre die Mavic Pro eine Drohne der Kategorie C1.
Die Höchstgeschwindigkeit liegt unter 19 m/s (68,4 km/h), d.h. auch nach diesem Wert wären die Voraussetzungen für C1 erfüllt.
Die Bewegungsenergie (kinetische Energie) liegt bei über 80 Joule, d.h. die maximale Bewegungsenergie für C1 wird überschritten. Die Drohne fällt daher in Kategorie C2.

D.h. mit C-Kennzeichnung wäre die Mavic Pro eine C2 Drohne, ohne ist sie als C3 klassifiziert.